Sprechstunde in der Klinik Zitim

Bohrmaschine in der Zahnklinik

Fernando bei der Zahnbehandlung

Herstellung von Tinkturen

Herstellung von Tinkturen

Sprechzimmer

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Klinik Zitim

Hustensaft wird gekocht

Hustensaft wird gekocht

Ich tue mein Bestes um in der Klinik eine Hilfe zu sein. Die Hebammentaetigkeit ist nur ein kleinerTeil der Arbeit, wir haben zur Zeit nicht viele Schwangere zu betreuen, die naechsten Geburten erwarten wir im Dezember. Das werden dann auch die ersten Frauen sein, deren Geburt ich auf dem Lande begleite, hoffentlich zusammen mit Luisa… Mit einem knapp 4 Monate alten Baby ist es ja nicht so ganz sicher wieweit sie da einsatzfaehig ist…

Hauptaechelich kommen Patienten mit allen moeglichen Krankheiten. Da ich mich aus dem deutschen Schmalspurdenken beruflich bisher nicht wirklich herausbewegt habe und somit von der Behandlung keine Ahnung habe muss ich jetzt alles lernen.

Ich bemuehe mich die hiesigen Heilpflanzen identifizieren zu lernen, mit denen in Form von Tee, Tinkturen und Microdosen, Salben, Sirup (alles selbst gesammelt und hergestellt) therapiert wird. Ausserdem kommen aber oft Medikamente gegen Parasiten, Paracetamol und Schmerzmittel und auch Antibiotika zum Einsatz, weil viele Patienten erst im fortgeschrittenem Stadium einer Krankheit kommen.
Der wesentlichste Teil der Behandlung scheint mir jedoch das Gespraech zu sein.

Ich begleite Josue in den Sprechstunden und bei den Hausbesuchen und schreibe mir alles auf: die Symptome welche die Patienten beschreiben und mit welchen Pflanzen bzw Medikamenten er behandelt. Von den Pflanzen mache ich Fotos. Ich habe in Arbeit, darueber ein Buechlein zusammenzustellen, fuer die Promotores de salud, deren 2 jaehrige Grundausbildung Ende des Jahres zuende gehen wird und natuerlich fuer mich!

Hauptsaechlich kommen kranke Leute mit Verdauungsproblemen (Salmomellen, Parasiten…- verschmutztes Wasser, mangelnde Hygiene), Diabetis, (Folgen von exzessivem Cola-Konsum und Zuckermissbrauch), Husten und Bronchitis, Blasenentzuendungen, Schlafstoerungen, Kopfschmerzen und seltsamen Symptomen wie Kribbeln und Empfindungsstoerungen in einzelnen Koerperteilen bis hin zu Gedaechtnisverlust und ploetzlicher Ohnmacht, manchmal auch Verletzte wie neulich der Mann der sich mit der Machete fast den Fuss abgehaun hatte.

Unter den Patienten sind viele Kinder, die meisten im Baby- und Kleinkindalter. Sie haben in der Regel Parasiten und Atemwegserkrankungen, meist begleitet von hohem Fieber um die 40 Grad.

Oft kommen auch Leute mit schlimmen Zahnschmerzen und dicken Backen, sie kriegen dann Schmerzmittel und Antibiotika um erstmal die Entzuendung zu behandeln, und die Anweisung zurueckzukehren wenn sie schmerzfrei sind, um den Zahn zu behandeln, was meist Zahnziehn bedeutet, da ansonsten alles zu spaet ist… Aber sie kommen in der Regel nicht vor der naechsten Attake zurueck… Neulich sagte ich zu einem Mann der schon zum vierten Male mit Zahnschmerzen da war “Don Lupe, nehmen sie Ihren Mut zusammen und lassen Sie sich den Zahn ziehen, das kann doch nicht schlimmer sein als diese Schmerzen die Sie immer wieder haben!! “ – “Aber der Zahn ist noch zu fest drin, ich warte lieber bis er locker ist” war die Antwort… Josue hatte ihm gesagt, dass dies das letzte Mal sei, dass er ihm Antibiotika geben wuerde und dass er das naechste Mal nix kriegt. Natuerlich kam er zum vereinbarten Zahn-Zieh-Termin trotzdem nicht zurueck…

Zaehneputzen ist offensichtlich in den Doerfern nicht ueblich, was zusammen mit dem Zuckermissbrauch und extremen Colakonsum fatale Konsequenzen hat. Auch in meiner Familie ist dies ein Thema. Obwohl Josues Bruder Fernando die Zahnbehandlungen hier in der kleinen Klinik durchfuehrt putzen weder seine Schwestern und deren Kinder noch seine Eltern jemals ihre Zaehne. Luisas Verwandte gleichfalls nicht. Die Erklaerung: “Das ist nicht unser Brauch.”
Einige der Erwachsenen, aber nicht alle, haben Metallzaehne, die Frontzaehne vieler Kinder sind schon von Karies zerstoert. Luisa und Josue selbst hatten bis ins Erwachsenenalter nichts ueber Zaehneputzen gelernt.

Schade, dass gerade schlechte neue “Braeuche” wie Zucker, und Coca Cola angenommen wurden, damit zusammenhaengende sinnvolle Veraenderungen wie Zaehne putzen aber nicht… Klar haben viele Leute nicht genug Geld um es fuer Zahnbuersten und Zahnpasta auszugeben, aber genauso wird die Notwendigkeit nicht Ernst genommen, das sehe ich sehr gut in der Verwandschaft. Was sie fuer Cola und Fanta ausgeben, dafuer koennten sie sich Dutzende Zahnbuersten kaufen.
Wer es sich leisten kann hat diese kuenstlichen Metallzaehne von denen einer ca 70 Euro kostet, wie mir Fernando sagte. Das ist ein Haufen Geld fuer Leute aus dem Dorf!!! Luisa und Josue haben versucht ihre Verwandten zu ueberzeugen, Zahnbuersten geschenkt, aber sie haben es nicht geschafft, nur bei ihren eigenen Kindern, Gott sei Dank… Uebrigens hat mein Vater, der ja Zahnarzt ist mir auch geschrieben, dass er erst mit 13 Jahren die erste Zahnbuerste bekam! Das wusste ich gar nicht!

Vor allem sehr frueh, spaetnachmittags, nachts oder an den Wochenenden kommen die Patienten – vor oder nach ihrer Feld- oder Hausarbeit! Sobald ein Patient kommt wird alles andere stehn und liegengelassen bzw aus dem Bett gesprungen. Wir machen auch Hausbesuche. Das ist fuer mich natuerlich besonders interessant.
Eine Behandlung dauert mindesterns eine Stunde, nicht selten laenger, die Patienten zahlen nur die Kosten fuer die Medikamente. Manchmal bringen sie uns etwas mit: Eier, Milchbroetchen, Cola … oder heute sogar ein Huhn!

Josue laesst die Patienten immer erstmal erzaehlen bevor er gezielte Fragen nach den Symptomen stellt. Nie kommt jemand allein, immer begleiten Familienangehoerige den Patienten. Wenn es eine Frau ist redet erst der Mann (Vater oder Ehemann) und erklaert was die Frau hat, auf Nachfrage sagt dann auch die Patientin selber etwas.
In der Regel erzaehlen die Leute sehr ausschweifend. Da sie Tzozil oder Tseltal sprechen verstehe ich zwar so ungefaehr ihre Beschwerden, leider aber entgeht mir, welche weiteren Informationen sie fuer sie wesentlich sind.
Dann kommt mein Part: Blutdruck, Puls und Temperatur messen. Je nach Beschwerden hoert Josue die Patienten ab und/oder tastet den Bauch ab.
Dann redet Josue. Er fragt wann der Patient das letzte Mal Medikamente gegen Parasiten genommen hat (es wird – zumindest hier in Chiapas – empfohlen, sich alle 6 Monate zu desparasitieren, egal ob man Beschwerden hat oder nicht). Dann fragt Josue, was im Leben des Patienten und der Familie passiert ist und die Krankheit verursacht hat.
Eine Patientin ist bekuemmert und weint, weil eine Kuh gestorben ist, was ein gravierender finanzieller Verlust fuer die Familie ist, eine frischverheiratete junge schwangere Frau leidet, weil ihr Ehemann trinkt und sie schlaegt (das kann sie aber nicht sagen, weil sie in Begleitung der Schwiegermutter ist, jedoch Luisa weiss es weil sie es beim letzten Dorffest gesehen hat), Ein junger Mann der wegen staendig wiederkehrenden Magen- Darm- Infektionen schon x Aerzte und Behandlungen hinter sich hat streitet mit seiner Familie, ein Baby ist erkrankt, weil es sich erschrocken hat als der Ziegenbock es gestossen hat, ein anderes weil die Mutter Streit mit dem Vater hatte, das naechste, weil der Vater zum Arbeiten in die Stadt gegangen ist und erst in 8 Monaten zurueckkehren wird … es gibt immer einen Grund!
Wenn Stillkinder erkranken wird vermutet, dass die Ursache im Befinden der Mutter liegt: wenn es der Mutter emotional oder koerperlich nicht gut geht erkrankt das Kind, weil es mit der Muttermilch die negativen Energien der Mutter einsaugt. Dementsprechend wird immer die Mutter mit behandelt und nicht nur das Kind!

Josue versucht immer die eigentliche Ursache der Krankheiten herauszufinden: innere Konflikte, Schreck, Angst, Zug, Aerger oder Streit innerhalb der Familie, Blicke anderer Menschen, Neid oder Missgunst der anderen.
Aus Sicht der indigenen Medizin liegt die Ursache einer Krankheit nicht in der Existenz von Bakterien, Viren oder Parasiten mit denen man sich ansteckt, sondern – in unserem Sprachgebrauch – alle Krankheiten haben psychosomatische Ursachen oder werden durch aeussere Einfluesse hervorgerufen, unter Umstaenden auch durch Verhexung.
Josue ist aber kein Curandero, sondern ein Promotor de salud, das heisst, er macht keine spirituelle Behandlung. Wohl empfielt er aber den Patienten gegebenenfalls zusaetzlich eine limpia oder oracion bei einem Curandero. Dies nimmt auch die Familie selbst in Anspruch.

Wenn Josue seine Diagnose gestellt hat erklaert er den Patienten lange und ausfuerlich um welche Krankheit es sich handelt und warum sie erkrankt sind. Er erklaert ihnen, dass alle Medizin nicht die Krankheit heilen, sondern hoechstens die Symptome bekaempfen kann, weil die Ursache der Krankheit im Leben des Patienten verborgen liegt.

Josue sagt: Stell Dir einen Baum vor. Der Baum beginnt irgendwann seine Blaetter zu verlieren, er ist krank. Du kannst jetzt auf den Blaettern nach Schaedlingen suchen und vielleicht findest du auch welche, vielleicht siehst du auch, dass ein Tier die Baumrinde angeknabbert hat. Du sammelst die Schaedlinge ab, baust einen Zaun um den Baum um ihn vor den Tieren zu schuetzen, aber der Baum verliert immer mehr Blaetter, er wird nicht gesund. Warum? Weil das was du siehst nur ein Teil des Baumes ist! Die Wurzel mit ihren vielen Verzweigungen die den Baum in der Erde verankert und mit der er Wasser und Naehrstoffe aufnehmen kann ist fuer Dich nicht sichtbar. Und es gibt ein Tier in der Erde, das an der Wurzel frisst!
Genauso ist es mit dem Kranken! Der Kranke ist wie der sichtbare Teil des Baumes, aber er ist Teil einer Familie, die Familie ist Teil eines Dorfes. Wenn Du nur den Kranken untersuchst, was wirst du da finden? Nur der Kranke selber weiss, warum er krank geworden ist! Vielleicht trinkt er? Vielleicht ist es eine Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird? Natuerlich wird der Kranke es Dir nicht sagen, er kommt und will eine Medizin haben, damit er die Krankheit los wird! Aber warum ist er krank geworden? Die Medizin macht vielleicht dass es ihm wieder besser geht, aber heilen wird sie ihn nicht. Wenn er weiter so lebt wie bisher wird er wieder krank werden, mit derselben Krankheit oder mit einer anderen.

Josue erklaert den Patienten und ihren Angehoerigen diese Zusammenhaenge und hofft, dass sie darueber nachdenken und beginnen, in ihrem Leben etwas zu veraendern. Er ist eben ein Visionaer!

Danach entscheidet er welche Tees, Tinkturen und evtl. Medikamente wie einzunehmen sind. Mir erklaert er alles auf Spanisch, …entgegen meinen Vorsaetzen habe ich noch nicht damit begonnen Tzotzil zu lernen…Es gibt zu viel mit dem ich mich beschaeftigen muss und/oder will! Ich schaffe nur einen Bruchteil davon und bin abends immer sehr muede. Erstaunlicherweise verstehe ich aber dennoch oft worueber gesprochen wird.

Die Patienten hoeren aufmerksam zu und es sieht immer so aus als wuerden sie die Erklaerungen ueber die Herkunft ihrer Krankheit und die Behandlungsanweisungen sehr Ernst nehmen. Allerdings, wie auch in Deutschland, ist das auch hier nicht immer der Fall ;-). Beispielsweise sind viele nicht bereit ihr Trinkwasser abzukochen, weil es dann nach Rauch schmeckt oder wie schon erwaehnt ihre Zaehne zu putzen, ihren Zuckerkonsum einzuschraenken oder weniger Alkohol zu trinken.

Manchmal kommen Patienten, die von vornherein jede Pflanzenheilkundliche Behandlung verweigern und “ihre Injektion” verlangen. Josue hat mehrere Patienten, meist alte Leute, denen er regelmaessig Infusionen mit Vitaminpraeparaten gibt! Nicht gerade billig fuer hiesige Verhaeltnisse, man koennte einiges Obst und Gemuese dafuer kaufen, aber das wollen sie nicht essen, es schmeckt ihnen nicht, sie sind nicht dran gewoehnt sagen sie. Das Sprichwort “Was der Bauer nicht kennt dass isst er nicht!” trifft hier 100% zu.

Wenn die Patienten gegangen sind stelle ich meine Fragen. Ich erzaehle Josue welche Hausmittel ich aus Deutschland kenne und stelle fest, dass er nicht alles sinnvoll findet.
Ein Beispiel: Bei Blasenentzuendung empfehle ich Frauen immer, sich nachts eine Waermflasche zwischen die Beine zu packen. Josue sagt, dass das eher kontraproduktiv ist, weil die Frauen morgens gegen 4 Uhr aufstehen (ja, Ihr lest richtig: das ist die Zeit, in der die Frauen sich ans Tortillabacken machen) und sich dann in der Kaelte der Nacht erst recht verkuehlen wuerden. Natuerlich gibt es hier keine Heizungen und die Kuechenhaeuser sind sowieso offen und zugig, damit der Rauch abziehen kann. Maedchen und Frauen sind Sommer wie Winter barfuss im Rock und mit Plastiklatschen unterwegs, waehrend Jungen und Maenner meistens Schuhe oder Gummistiefel tragen. Der Winter kann hier sehr kalt werden und in der Nacht sinken die Temperaturen manchmal bis auf den Gefrierpunkt. Ich selbst habe dauerhaft eiskalte Fuesse, obwohl ich mittlerweile von Badelatschen auf Gummistiefel umgestiegen bin. Andere Schuhe haben einfach keinen Sinn, denn durch den Regen der hier wie aus Eimern vom Himmel stuerzt gibt es staendig viel Schlamm. Ich weiss nicht, wie die Frauen es barfuss aushalten. Sie sagen, sie haben auch kalte Fuesse, aber sie seien dran gewoehnt.

Wie ich festgestellt habe gibt es hier viele Frauen, die an seltsamen Zustaenden leiden die keine organische Ursache haben, wie Empfindungsstoerungen bis hin zur totalen Gefuehllosigkeit in einzelnen Koerperteilen, Ohnmachtsanfaelle, Krampfanfaelle, Kopfschmerzen, Schlafstoerungen, Gedaechtnisverlust… Zuerst hatte ich den Verdacht, es koennte sich um eine Embolie handeln, aber so viele Embolien kann es gar nicht geben!! Dann habe ich mich an den Begriff der „Hysterie “ erinnert und nachgelesen und tatsaechlich – ich fand genau diese Symptome beschrieben!
Ich vermute, dass die betroffenen Frauen aufgrund von inneren Konflikten koerperlich so reagieren, oder weil sie das was sie fuehlen und denken nicht aeussern koennen ohne mit der Umwelt Probleme zu bekommen und/ oder unter Gewalt leiden der sie sich ohnmaechtig ausgeliefert fuehlen. Ich habe tatsaechlich schon mehrere “Patientinnen“ gehabt, die nachdem sie wenigstens darueber reden konnten was in ihnen vorgeht ploetzlich keine Symptome mehr haben! Nur wird diese „Heilung“ natuerlich nicht anhalten, da sich ja die Zustaende nicht aendern! Meistens koennen die Frauen auch nicht offen sprechen, da sie immer von mindestens einem Familienmitglied begeleitet werden und so unter Aufsicht sind.

Ich selbst hatte schon mehrmals Magen Darm Probleme und war dann woechentlich immer 2 Tage im Bett und richtig krank. Zwischendurch ging es mir wieder gut, aber ich war staendig muede und schlapp. Um meine Vermutung (Parasiten) zu ueberpruefen habe ich Stuhlproben untersuchen lassen als ich in San Cris war. Tatsaechlich hatte ich welche. Da konnte ich gleich meine Kraeuterkenntnisse anwenden. Es scheint, geklappt zu haben, seit mehreren Wochen hatte ich keinen Rueckfall mehr. Ich will nochmal Proben untersuchen lassen um das zu evaluieren!

Wenn Patienten zu spezielleren Untersuchungen in die Stadt fahren muessen, dann begleitet sie einer von uns, falls sie das wuenschen. In der Regel bitten sie darum, weil sie sich in der Stadt nicht auskennen und hilflos fuehlen und oft kein spanisch sprechen.
In der letzten Woche bin ich tatsaechlich fast taeglich mit Patienten in der Stadt gewesen, das bedeutet, obwohl es nur knapp 40 km sind, anderthalb Stunden Hin – und anderthalb Stunden Rueckfahrt, nicht zu reden von der Wartezeit bei den Aerzten…
Ich werde beim Autofahren auf laengeren Strecken immer schrecklich muede, aber hier darf man nicht triefen, denn es gibt staendig diese eingebauten Bodenwellen und wenn man da nicht im Schrittempo drueberfaehrt fliegt das ganze Auto auseinander, abgesehen davon, dass die Strasse nach Zitim nicht im besten Zustand ist, es gibt mehrere Stuecken denen der Asphalt fehlt, weiss der Himmel warum…

Manchmal bin ich durch den oefter unterbrochenen Nachtschlaf sehr muede, gestern zum Beispiel kamen Patienten um 22 Uhr, um 24 Uhr, um 5 Uhr und um 6 Uhr. Um 7 Uhr wurde um einen Hausbesuch gebeten… Gott sei Dank ist das nicht jede Nacht so!

Normalerweise stehe ich – als letzte – zwischen 6 und 6.30 Uhr auf, alle anderen sind dann bereits wach und sitzen mit ihrem Kaffee ums Feuer. Der Tag ist immer ausgefuellt mit irgendwelchen Hausarbeiten, unterbrochen von den Patienten. Eine Trennung zwischen Arbeit und Feierabend gibt es nicht, weder raeumlich noch zeitlich. Freizeit oder Urlaub kennt hier keiner. Ich wuerde gern mal mit Luisa, Josue und den Kindern einen Ausflug machen, aber alle zusammen koennen nie weg, einer muss immer die Klinik und den Hof hueten und die Tiere versorgen. Die einzige die sich die Freiheit nimmt immer mal fuer 2 Tage zu verschwinden bin ich… Allerdings wird das demnaechst auch nicht mehr moeglich sein, wegen der anstehenden Geburten…

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