Zu Anfang – Ferien in Quitana Roo


18.09.2017
Mittags am 2. September landete ich pünktlich mit einem der vermutlich letzten Flüge der AirBerlin in Cancún. Insgesamt hatte ich eine Reise von ca. 15 Stunden hinter mir. Andrés hingegen, der aus Zitim gekommen war um mich abzuholen, war mit dem Bus mehr als 24 Stunden unterwegs gewesen!

Eigentlich hatten wir geplant, die Hochburg des Massentourismus Cancún am nächsten Morgen schnellstmöglich zu verlassen, aber beim Geld tauschen vergaß ich meinen Pass in der Wechselstube! Da diese Sonntags geschlossen hat mussten wir also doch einen Tag in Cancún verbringen. Die Stadt selbst bietet nichts Besonderes, also auf zum Strand und rein in die Hotelzone. Wenn schon denn schon!


Die Hotels sind auf einer Halbinsel direkt am Strand angesiedelt, eines am anderen. Wir versuchten, aus Neugier in eines einzutreten, wurden aber noch auf der Treppe gestellt und mussten das Gelände verlassen. Es gibt alle paar Kilometer (!) einen Durchgang zum Strand. Glücklicherweise war es bewölkt und die Hitze deshalb gut zu ertragen, daher wanderten wir stundenlang, das Meer auf der einen, die Hotels auf der anderen Seite. Der Strand war fast menschenleer, da die Saison vorbei ist. Wie mag es hier wohl aussehen, wenn all diese riesigen Hotels voller Urlauber sind?…
Andrés staunte, er war der Meinung, wer hier Urlaub macht müsse seeeehr reich sein. Aber was ist „reich“? Für ihn bedeutet „reich“ ganz etwas anderes als für mich…
Am Ende erreichten wir das kleine Stück Strand, das für die Einheimischen offen ist. Da tranken wir dann ein Bier zum Sonnenuntergang.
Unser Ziel am nächsten Tag war Mahahual, ein kleines Dorf an der Karibikküste, von dem ich gelesen hatte, dass es da noch recht beschaulich zuginge und dass diesem Ort das größte Korallenriff der nördlichen Hemisphäre vorgelagert ist. Meeresschildkröten gibt es auch. Wir verbrachten 3 Tage mit Schnorcheln und faulenzen in der Hängematte, zu mehr ist man auch nicht fähig bei der Hitze. Ich hatte mir gleich einen Sonnenbrand geholt und musste fortan mit Hosen und langem Shirt ins Wasser, übrigens für Mexikaner keine ungewöhnliche Badetracht! Umziehen lohnt kaum, im Nu ist alles wieder trocken!


Dann fuhren wir weiter zur Lagune von Bacalar, einem Wunder der Natur, das ich auf jeden Fall immer wieder besuchen werde! Ich war 2012 das erste mal hier gewesen und extrem begeistert. Die „Lagune der 7 Farben“ wird so genannt, weil ihr Wasser in allen Farben erscheint, je nach Lichteinstrahlung, Beschaffenheit des Grundes und der Wassertiefe. Hier zu paddeln ist paradiesisch! Wir fanden ein nettes Hostel direkt am Wasser und schliefen draußen in der Hängematte, sogar nachts war es noch so heiß, dass wir ohne Decke schwitzten.


Hier freundeten wir uns an mit Jessi und Alan, die mit ihrem 6 Monate alten Baby unterwegs sind und durch Straßenkunst ihr Überleben sichern. Alan versuchte mit mäßigem Erfolg uns einige Kunststücke beizubringen 😉
Jessi hat eine Cousine in Chetumal, die sie seit Kindertagen nicht mehr gesehen hatte. Das war das nächste Ziel der beiden und sie luden uns ein mitzukommen. Das taten wir und verbrachten 2 Tage bei Jessis Familie, die in sehr einfachen Verhältnissen lebt und uns alle ohne Umstände herzlich willkommen und unsere Hängematten im engen Häuschen aufhängen hieß.



Weiter gings dann zusammen mit Jessi und Alan nach Palenque, wo wir die berühmten Ausgrabungsstätten besuchten. Von Palenque aus könnte man noch einige Ausflüge unternehmen, aber mein vieles Gepäck war doch sehr hinderlich, v.a., weil ich auch meinen Computer und einige andere Dinge dabei hatte, die ich nicht gern verlieren wollte. Außerdem fühlte ich, daß mich Unruhe ergriff, wie ein Pferd, das die Nähe des Stalls wittert. Ich wollte jetzt endlich in meinem Dorf ankommen! Und so fuhren wir dann mit dem nächsten Nachtbus los in Richtung San Cristóbal!

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