Reisen in Guatemala – Antigua

Von Antigua hatte ich oft gehört, dass es sehr ähnlich wie San Cristóbal sei, ich war also gespannt.

Die koloniale Stadt liegt genau wie San Cris im Tal, umgeben von Bergen, die aber höher erscheinen, vermutlich weil Antigua selbst auf nur 1600 Höhe liegt. Außerdem sind es Vulkane, von denen einer zu den aktivsten der Erde zählt! Etwa alle 10 Minuten spuckt er Rauchwolken in den Himmel, die man gemütlich von der Parkbank aus beobachten kann. Für mich spektakulär, aber niemand schenkt dem große Beachtung. Auch ich kann natürlich nicht pausenlos staunend zum Vulkan starren.

Antigua hat etwa 36000 Einwohner und damit vielleicht so groß wie San Cristóbal in den 50ger Jahren noch war; Die umliegenden Berge sind (noch?) nicht bebaut. Die Straßen sind sehr breit und haben ein schönes Pflaster, dafür ist Antigua berühmt. Es gibt zahlreiche Kirchen und Klöster, von denen sich die meisten wohltätigen Zwecken widmen. Wir bestiegen bei Sonnenuntergang einen der Hügel am Stadtrand und hatten einen schönen Blick auf Antigua.
Es gibt hier tatsächlich NICHTS was hässlich aussieht!!! Ich konnte es nicht glauben und begann regelrecht darauf zu achten ob ich nicht irgendwas finde, aber nein, da war nichts!


Es scheint, als sei man auf einer Insel der wohlhabenden Glückseligkeit gelandet, da verwundert es nicht, dass die Stadt vor Touristen nur so wimmelt. Es gibt massenhaft Sprachschulen. Ausländer jeden Alters verbringen hier Bildungsurlaub. Cafés und Kneipen sind ebenso zahlreich wie im Prenzlauer Berg von Berlin und immer gut besucht. Wir waren Chinesisch, Japanisch, Yucatekisch und Käsefondue essen, einmal auch Guatemaltekisch – der Gastraum war ein Haushaltswarenladen, wir saßen zwischen Töpfen, Pfannen und Küchengeräten. Das Beste waren die kleinen Straßenstände die abends aufgebaut werden und an denen man lecker essen kann.

Indigene Frauen aus den Dörfern der Umgebung versuchen ihre Webarbeiten auf den Straßen zu verkaufen.
Antigua hat einen großen Chickenbus – Bahnhof. Von dort aus kann man diese Dörfer erreichen. Dann fühlt man sich auch wieder in Guatemala. Wir besuchten ein Dorf und konnten dort den Weberinnen bei ihrer Arbeit zusehen. Es ist unglaublich, welche Kunstwerke hier entstehen – und traurig, wie wenig das gewürdigt wird.

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