„Die Traditionen gehen verloren“ – Wer ist schuld? Die Touristen oder der Pastor? …

Die Semana Santa (Osterwoche und damit Hauptferienzeit) steht bevor. In Montezuma, einem 300-Seelen Dorf an der Pazifikküste das ehemals vom Fischfang, heute eher vom „Alternativ“-Tourismus lebt, werden in der Semana Santa viele einheimische Urlauber erwartet.
Ich frage den Taxifahrer ob Prozessionen stattfinden werden. „Nein, das ist vorbei, die Traditionen gehen verloren.“ „Die Leute sind also nicht mehr gläubig??“ „Der Pastor kommt einmal im Monat, manchmal gar nicht. Er ist verrückt, er sagt das Dorf ist vom Teufel besessen! Die Leute müssen nach Cobano wenn sie zur Messe wollen!“ „Was?! Wieso das denn?!“ „Wegen der Drogen!““ Äh wird hier auch gedealt?“ frage ich naiv. „Überall wo Touristen hinkommen werden Drogen konsumiert, klar werden die dann auch verkauft, ist doch logisch! Aber was können die Leute dafür! “ „Eigentlich müsste er dann gerade hierher kommen und die verlorenen Schäfchen retten.“ sage ich.“ „Der! Der rettet nur die Seelen von denen mit Geld!“
Leider habe ich vergessen den Taxifahrer nach seiner Meinung zu fragen wer die Schuld dran trägt dass die Traditionen verloren gehen.

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