Costa Rica – Pazifikküste

Ganz anders als die Karibikseite, die heiß aber sehr feucht und grün war, ist es an der Pazifikküste ebenfalls sehr heiß, jedoch trocken und karg. Die Strände sind wunderschön, aber zum Baden oft schwierig, weil es viele Felsen und starke Brandung gibt. Ebbe und Flut spürt man deutlich, jedoch entfernt sich das Wasser nur bis einige Hundert Meter, denn die Küste hat ein ziemliches Gefälle. Einmal sind wir auf eine Insel hinübergelaufen, auf der sich der Friedhof des auf dem Festland liegenden kleinen Dorfes Cabuya befindet. In Cabuya nahmen wir 5 Tage Domizil in einem hübschen kleinen Häuschen, erkundeten mit dem Rad die Strände, bewunderten die Wellenreiter bei ihren sportlichen Übungen und besuchten den nahe gelegenen Nationalpark Cabo Blanco, der eine völlig andere Vegetation aufweist als die Urwälder der karibischen Seite. Wegen des spärlicheren Blätterdaches sind die Affen hoch in den Bäumen hier viel besser zu sehen.

Weiter ging´s dann in den bekannten Nationalpark Manuel Antonio, direkt an der Küste gelegen, mit schönen Sandstränden, an denen man mit großen Wellen, jedoch gefahrlos, an Sandstränden baden kann. Dieser Park ist sehr schnell von der Hauptstadt zu erreichen und daher dementsprechend bevölkert. Fast alle Wege sind breit angelegt und sogar für Kinderwagen und Rollstühle befahrbar. Durch die Mangroven führt ein kilometerlanger betonierter Hochweg. Das klingt erst mal nicht sehr nach „Urwald“, oder?! Dennoch hat mir der Park gut gefallen, die dichte Vegetation beginnt direkt an an den befestigten Wegen und wenn man in den Wald hineinschaut vergisst man sofort die Straße… Trotz der vielen Leute haben wir eine große Menge Tiere gesehen: Affen, Faultiere, eine Waschbärenart, Streifenhörnchen, Reptilien, Vögel und viele Insekten.

Die letzten 3 Tage verbrachten wir in Uvita, einem Dorf mit Nationalpark am Küstenstreifen. Dort gibt es einen langen Sandstrand, der bei Niedrigwasser sehr breit ist und phantastische Wellen. Ich verbrachte stundenlang im Badewannen warmen Wasser und war am Ende des Tages immer völlig weichgespült. Man kann hier schnorcheln, Delfine und zur jeweiligen Saison auch Wale und Meeresschildkröten beobachten. Die Walsaison endete gerade und die der Schildkröten hat noch nicht begonnen. Ich hatte mich darauf gefreut mit Delfinen zu schwimmen, aber wir fuhren stundenlang bis 20 Meilen aufs Meer hinaus und sichteten keinen einzigen. Außerdem wurde ich darüber aufgeklärt, dass es verboten ist, sich mit den Delfinen ins Wasser zu begeben! „Waaaaas???“ Ich war enttäuscht, denn ich hatte schon zweimal Mal dieses Vergnügen das mir unvergesslich in Erinnerung geblieben ist! Der Guide erklärte, dass sich Delfine sehr schnell mit für Menschen banalen Keimen anstecken. Schon eine simple Grippe kann eine ganze Population von Delfinen ausrotten! Das hatte ich noch nie gehört, überall wird auf Touren angeboten, mit den Delfinen zu schwimmen! „So sind die Menschen. Sie machen was SIE wollen, die Konsequenzen interessieren sie nicht. Offiziell ist es überall auf der Welt verboten – aber es bringt Geld, denn die Leute haben ihren Spaß.“

Trotzdem die „Walsaison“ noch nicht ganz zu Ende sein sollte, waren die Wale vor 2 Wochen schon abgezogen. In den tropischen Gewässern finden sie keine Nahrung, sie kommen nur hierher um sich zu paaren und sobald das erledigt ist ziehen sie weiter. Dafür sahen wir Meeresschildkröten, die eigentlich noch lange nicht hätten angekommen sein sollen…

Und kleine Mantas führten einen Paarungstanz auf, indem sie aus dem Wasser hoch in die Luft sprangen.

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Eine Antwort zu Costa Rica – Pazifikküste

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