Jazzfestival im Naturreservat

Auf das vergangene Wochenende hatten wir alle mit Neugier und Vorfreude gewartet. Es gab ein Jazzfestival im Naturreservat „El encuentro“. Das Naturreservat liegt nur etwa 2 Kilometer von meinem Haus entfernt und ich war schon öfter dort spazieren. Es gab ein grandioses Ambiente für ein Musikfest ab, am Rande eines Flüsschens in dem man sogar baden kann und umgeben von bewaldeten Bergen. Ich hatte die Familie aus Zitim und meine Freundin Mary mit ihren Kindern eingeladen mitzukommen und außerdem würden eine Menge der Leute kommen die wir kennen.

Die Feste in den indigenen Comunidades haben einen sehr anderen Charakter als so ein Festival, mal ganz abgesehen von der Andersartigkeit der Musik.

Die ganze alternative Szene von San Cristóbal war versammelt, darunter unglaublich viele Ausländer und Zugezogene aus anderen Teilen Mexikos.

Ja, von den Leuten her fand ich kaum einen Unterschied zu meinem geliebten Rudolstadtfestival in Deutschland! Definitiv jedenfalls waren leider kaum indigene Leute da, aber auch wenige Coletos (die städtischen „Ureinwohner“ von San Cristóbal). Ich hatte mir das schon vorher gedacht, denn die Coletos sind gar zu traditionell eingestellt und vermutlich haben sie auch einen etwas anderen Musikgeschmack…

Erwähnenswert ist noch, dass alle Besucher gebeten worden waren ihre eigenen Becher und Teller mitzubringen, da nix in Einweggeschirr verkauft wurde, tatsächlich hatten alle ihr Becherchen dabei. Luisa war sehr davon beeindruckt das das möglich war. Die Leute in den Comunidades produzieren zwar aufgrund ihrer Lebensweise ungleich weniger Müll aber die meisten werfen alle Abfälle einfach in die Botanik. So findet man im Wald viele leere Cocaflaschen und leere Chipstüten. Und auf normalen mexikanischen Festen und an Straßenständen wird alles Essen und Trinken in Plastikgeschirr verkauft das hier unglaublich billig ist. Ein Pfandsystem habe ich noch nie erlebt.

Da war dieses Festival eine bemerkenswertes rühmliches Vorbild. Es gab auch einen Stand an dem kostenlos Trinkwasser verteilt wurde, geniale Konstruktionen zum Händewaschen und es waren extra neue Trenntoiletten gebaut worden. Geht doch!

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