Costa Rica – ein Urlaubsland das JEDEN beglückt!

Der Urlaub in Costa Rica war ein insgesamtes Highlight! Ich kann nur jedem empfehlen, eine Reise hierher zu machen! Es ist ein Land, das tatsächlich alle Coleur von Urlaubern glücklich machen kann! Es gibt Natur, man kann Paddeln oder Radfahren, auf Vulkane klettern, Rafting oder Canopy machen, die vielen, vielen Urwälder besichtigen und eine Menge Tiere sehen. Wir mussten einsehen, dass es unerlässlich ist, Geld zu investieren um mit einem mit Fernglas oder Kamera und Stativ ausgerüsteten Guide zu gehen wenn man Tiere beobachten will. Wer Geld für geführte Touren sparen will sollte Natur-erfahrener Biologe sein und mit einer Super Ausrüstung anreisen. Andernfalls wäre es besser sich auf Sofa zu legen, die Glotze einzuschalten und Tierfilme zu gucken oder den heimischen Zoo zu besuchen.

Wir erfuhren von den Guides eine Unmenge hoch interessante Details über die Flora und Fauna. Nur mal ein Beispiel: Der Guayabonbaum wirft seine Rinde ab wenn der Philodendron an ihm hochklettert und entgeht so der Gefahr von der Schlingpflanze erwürgt zu werden.

Ohne Führer spaziert man durch den Wald, der ohne Zweifel spektakulär ist, aber man entdeckt nicht mal 10 Prozent von dem was man sehen könnte.

Dann natürlich die Strände! Es gibt unendlich viele… Und jeder ist anders schön. Und überall kaum Menschen, selbst an den im Reiseführer als überlaufen bezeichneten Stränden war es nicht wirklich voll! (mit Ausnahme von Manuel Antonio, aber selbst das ist nicht zu vergleichen mit Italien oder Spanien oder einem Ostseebad…).

Die Leute sind entspannt und freundlich. Das Essen ist lecker und vielfältig und man kann alles ohne Magen-Darm-Probleme genießen. Die Straßen sind gut – bis auf einige abgelegenere Zonen, die natürlich deswegen für uns besonders interessant waren. Dort sind wohl während der Regenzeit viele Wege gar nicht passierbar. Aber das haben wir nicht erlebt, eher das Gegenteil, durch die große Hitze war es überall wo es keine befestigten Straßen gibt unglaublich staubig.

Natürlich halten die preiswerten öffentlichen Busse an jeder Haustür und fahren dementsprechend lange, man muss öfter mal umsteigen und hat Wartezeit, das ja… Oder man wählt einen Touristentransport im Kleinbus zum viel höheren Preis. Allemal ist das Reisen ohne eigenes Auto viiiiel unkomplizierter als in Deutschland, wo man „auf dem Lande“ verloren ist, weil – wenn überhaupt – nur 2x täglich ein Bus fährt, den man vorher noch anmelden muss. (erlebt in Meck-Pomm im letzten Sommer…) Und sonst, tja, der Standard ist ähnlich wie in Europa. Aber es gibt Unterkünfte aller Preisklassen, vom Bett im Schlafsaal zwischen 10 und 15 Euro bis zum Luxushotel.

Ich komme bestimmt nochmal! Auf Wiedersehen Costa Rica!

Und wer noch ein paar weitere blogartikel über unsere Reise in Costa Rica lesen möchte: hier die links zu Susannes blog: Reise nach Costa Rica, San José – Beobachtungen, San José – Sehenswürdigkeiten, Cahuita , Cahuita bei den Bribri , Manzanillo , Tortugero , La Selva

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Costa Rica – „Südfrüchte“ für die Supermärkte der Welt

Die Chiquita-, DelMonte- und Dole-Bananen die ihr in Eurem Supermarkt kauft, werden hier auf riesigen Plantagen unter Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut und vergiften die Plantagenarbeiter. Übrigens sind sie in US-amerikanischer Hand.

Dasselbe lässt sich beispielsweise für die Ölpalmenwälder sagen – wie vermutlich für alle Monokulturen. Das gesundheitliche Risiko für die Arbeitskräfte ist gravierend, weil die Arbeit nicht so stark mechanisiert ist und außerdem wenig bis keine Schutzausrüstungen benutzt werden. Den Unternehmen kommt zugute, dass bildungsfernen Menschen das Bewusstsein für die Gefahren meist fehlt – bzw. selbst wenn sie informiert sind haben sie dennoch keine andere Alternative.

Aber nicht nur die Menschen, auch die Umwelt wird geschädigt. Ein Guide erklärte uns dies am Beispiel der Ananasplantagen:

Bio“-Ananas brauchen 9 Monate, die chemisch behandelten nur 5 Monate bis sie Erntereif sind. In fast derselben Zeit kann man also zweimal ernten, wenn man Chemie auf die Felder kippt. Die Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel sickern in die Flüsse und zerstören langfristig den Wald. 1998 wurden in den USA diese Schädlingsbekämpfungsmittel verboten weil sie kanzerogen sind und Sterilität verursachen können. Da sie in den USA nicht mehr verkauft werden durften, wurden sie nach Costa Rica verschifft und dort recht billig verhökert. Ananasfelder ziehen Massen von Fliegen an, die Krankheiten auf die in der Umgebung weidenden Kühe übertragen.

Ich frage nach den gegenwärtigen Arbeitsbedingungen. Da hat sich nicht viel verändert, sagt der Guide. Heute sind viele Arbeiter aus dem benachbarten Nicaragua in den Plantagen beschäftigt.

Also; auch Costa Rica ist kein Ökotopia…

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Costa Rica – Pazifikküste

Ganz anders als die Karibikseite, die heiß aber sehr feucht und grün war, ist es an der Pazifikküste ebenfalls sehr heiß, jedoch trocken und karg. Die Strände sind wunderschön, aber zum Baden oft schwierig, weil es viele Felsen und starke Brandung gibt. Ebbe und Flut spürt man deutlich, jedoch entfernt sich das Wasser nur bis einige Hundert Meter, denn die Küste hat ein ziemliches Gefälle. Einmal sind wir auf eine Insel hinübergelaufen, auf der sich der Friedhof des auf dem Festland liegenden kleinen Dorfes Cabuya befindet. In Cabuya nahmen wir 5 Tage Domizil in einem hübschen kleinen Häuschen, erkundeten mit dem Rad die Strände, bewunderten die Wellenreiter bei ihren sportlichen Übungen und besuchten den nahe gelegenen Nationalpark Cabo Blanco, der eine völlig andere Vegetation aufweist als die Urwälder der karibischen Seite. Wegen des spärlicheren Blätterdaches sind die Affen hoch in den Bäumen hier viel besser zu sehen.

Weiter ging´s dann in den bekannten Nationalpark Manuel Antonio, direkt an der Küste gelegen, mit schönen Sandstränden, an denen man mit großen Wellen, jedoch gefahrlos, an Sandstränden baden kann. Dieser Park ist sehr schnell von der Hauptstadt zu erreichen und daher dementsprechend bevölkert. Fast alle Wege sind breit angelegt und sogar für Kinderwagen und Rollstühle befahrbar. Durch die Mangroven führt ein kilometerlanger betonierter Hochweg. Das klingt erst mal nicht sehr nach „Urwald“, oder?! Dennoch hat mir der Park gut gefallen, die dichte Vegetation beginnt direkt an an den befestigten Wegen und wenn man in den Wald hineinschaut vergisst man sofort die Straße… Trotz der vielen Leute haben wir eine große Menge Tiere gesehen: Affen, Faultiere, eine Waschbärenart, Streifenhörnchen, Reptilien, Vögel und viele Insekten.

Die letzten 3 Tage verbrachten wir in Uvita, einem Dorf mit Nationalpark am Küstenstreifen. Dort gibt es einen langen Sandstrand, der bei Niedrigwasser sehr breit ist und phantastische Wellen. Ich verbrachte stundenlang im Badewannen warmen Wasser und war am Ende des Tages immer völlig weichgespült. Man kann hier schnorcheln, Delfine und zur jeweiligen Saison auch Wale und Meeresschildkröten beobachten. Die Walsaison endete gerade und die der Schildkröten hat noch nicht begonnen. Ich hatte mich darauf gefreut mit Delfinen zu schwimmen, aber wir fuhren stundenlang bis 20 Meilen aufs Meer hinaus und sichteten keinen einzigen. Außerdem wurde ich darüber aufgeklärt, dass es verboten ist, sich mit den Delfinen ins Wasser zu begeben! „Waaaaas???“ Ich war enttäuscht, denn ich hatte schon zweimal Mal dieses Vergnügen das mir unvergesslich in Erinnerung geblieben ist! Der Guide erklärte, dass sich Delfine sehr schnell mit für Menschen banalen Keimen anstecken. Schon eine simple Grippe kann eine ganze Population von Delfinen ausrotten! Das hatte ich noch nie gehört, überall wird auf Touren angeboten, mit den Delfinen zu schwimmen! „So sind die Menschen. Sie machen was SIE wollen, die Konsequenzen interessieren sie nicht. Offiziell ist es überall auf der Welt verboten – aber es bringt Geld, denn die Leute haben ihren Spaß.“

Trotzdem die „Walsaison“ noch nicht ganz zu Ende sein sollte, waren die Wale vor 2 Wochen schon abgezogen. In den tropischen Gewässern finden sie keine Nahrung, sie kommen nur hierher um sich zu paaren und sobald das erledigt ist ziehen sie weiter. Dafür sahen wir Meeresschildkröten, die eigentlich noch lange nicht hätten angekommen sein sollen…

Und kleine Mantas führten einen Paarungstanz auf, indem sie aus dem Wasser hoch in die Luft sprangen.

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Costa Rica – Karfreitag in San José

Heute, am Karfreitag, habe ich an der Prozession durch die Innenstadt von San José (Hauptstadt) teilgenommen, die mit Jesus am Kreuz endete. Ich war erstaunt, dass dies hier ganz anders ablief als bei der Prozession in Mexiko, wo ein derartig lebensechtes Spektakel aufgeführt wird, dass man sich wie in einer Zeitmaschine an den Originalschauplatz geschossen fühlt.

Hier waren nicht besonders viele Leute da, vielleicht so um die 2000 Menschen, vermutlich weil sich ganz Costa Rica während der semana santa lieber am Strand tummelt. Aber die Stimmung war trotzdem die Leute sehr leger gekleidet waren, was mich erstaunte, sehr ernst, ruhig und feierlich. Eine hölzerne Jesusfigur mit Kreuz wurde durch die ganze Innenstadt getragen, begleitet von einer Kapelle die durchgehend ganz getragene Musik spielte. Immer wieder wurde der Leidensweg Christi unterbrochen durch kurze gespielte Schlüsselszenen der Bibelgeschichte. Vor jeder dieser Szenen hielt der Bischof eine Ansprache und den Zeigefinger nach oben… Die Predigten haben mir gar nicht gefallen, ich verstehe die Bibel jedenfalls anders. Aber das ist ja nichts Neues. Es gipfelte in einem sentimentalen Gesang über die Mutterliebe Marias und endete in der Huldigung Jesu, der für uns am Kreuz gestorben ist, freiwillig und aus reiner Menschenliebe um uns von den Sünden zu befreien; na, ihr kennt das alle. Ich hab da meine eigene Idee zu.

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Costa Rica – Karibikküste

Wir hatten beschlossen, zuerst auf die Karibische Seite zu fahren.

Der Karibische Einfluss ist nicht zu übersehen, hier wohnen viele dunkelhäutige Ticos (so nennen sich die Costa Ricaner) und Reggaeklänge begleiteten uns. Beim Essen bemerken wir es auch: man kocht mit Kokosmilch. Hmmmm, sehr lecker!

Es gibt in dieser Gegend auch Indigenas, jedoch zahlenmäßig viel weniger, sie haben ihre eigenen Sprachen bewahrt. Wir waren in einem indigenen Dorf, wo eine Familie Touristen auf ihrem Grundstück herumführt, die traditionellen Heil- und Nutz-Pflanzen erklärt und demonstriert, wie aus der Kakaofrucht Schokolade entsteht die man dann auch gleich kosten kann.

Außerdem konnten wir probieren mit einem Bogen zu schießen, mit dem Blasrohr einen (aufgemalten) Vogel zu treffen, aus einer Meeresschnecke einen Ton heraus zu blasen („das Telefon der Vorfahren“), wurden unterrichtet wie und aus welchen Palmfasern Seile hergestellt werden, konnten uns mit Pflanzenfarben die Lippen schminken und lernten den Hikory-Baum kennen, an denen die Kürbisse wachsen, die als Ess- und Trinkschalen verwendet werden. Was ich nicht wusste: diese Kürbisse sind Feuerfest!

Es gibt unendlich viele Strände und oft, ja meist, sind sie Menschen leer! Es gibt sie mit hellem und dunklem Sand, Stein- und Felsenstränden, mit und ohne vorgelagerte Korallenriffe, mit ruhiger See und starker Brandung. Einen Meter dahinter beginnt der Urwald! Wir haben Puma-Spuren am Strand entdeckt!

Was wir nicht wussten: während auf der Pazifikseite der Sommer endet, geht auf der Karibikseite der Winter (=Regenzeit) zu Ende. Es war also genügend nass. Das ist aber nicht schlimm, da es meist nur vorübergehend regnet und sehr warm ist. 

Im blog von Susanne könnt Ihr noch mehr lesen!

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Costa Rica – „die Schweiz Centroamerikas“?…

Um mal den überaus beliebten Vergleich zu bemühen: Costa Rica hat geringfügig mehr Fläche, aber mit 4,857 Mio Einwohnern nur etwas mehr als die Hälfte der Einwohnerzahl der Schweiz. Das Land ist verwaltungsmäßig in Kantone aufgeteilt und 1983 erklärte der Staat seine dauerhafte Neutralität (die Schweiz ist seit 1814/15 politisch neutral). Anders als die Schweiz hat Costa Rica 1949 die Armee abgeschafft (Übrigens hat das Nachbarland Panama ebenfalls seit 1990 keine Armee mehr).

Wenn ich die Landschaft vergleichen soll: Die Berglandschaft finde ich ähnlich der Schweizer (im Sommer) oder der in Chiapas – den beiden mir vertrautesten Bergregionen.  Die Felder und Weidegebiete im Flachland erinnern mich ans Land Brandenburg, Menschen aus anderen Flachlandregionen sehen vermutlich die ihnen bekannten darin.

Die Natur allerdings, die Urwälder (ca. 40 Prozent der Fläche) sind für mich einzigartig. Costa Rica gehört zu den 20 an Biodiversität reichsten Ländern der Erde und besitzt einen unglaublichen Artenreichtum an Tieren. Die Schweiz ist zu etwa 30 Prozent bewaldet und besitzt immerhin auch noch zwei Urwälder.

In Costa Rica werden nahezu 100% des Stromes aus regenerativen Energien erzeugt (80% Wasserkraft – hier gibt es nach Panama den zweitgrößten Stausee Centroamerikas – der Rest aus Fotovoltaik und Windkraft), in der Schweiz sind es etwa 60% (ebenfalls hauptsächlich aus Wasserkraft).

Ganz anders als die Schweiz wird Costa Rica gleich an zwei Seiten von Ozeanen begrenzt und ist berühmt für seine unzähligen schönen Karibik- und Pazifikstrände.

Costa Rica erscheint mir, ebenso wie die Schweiz in Europa, viel aufgeräumter und geordneter als alle anderen Länder die ich hier auf dem Kontinent bisher kennengelernt habe. Der materielle Lebensstandart scheint für einen vergleichsweise für großen Bevölkerungsanteil recht hoch zu sein.

Hier habe ich noch einen interessanten kleinen Artikel zum Thema gefunden:

„Die zentralamerikanische Schweiz“

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Costa Rica – Natur und Landschaft

Costa Rica ist ein faszinierendes Land. Auf kleinstem Raum (51.100km2 ) gibt es ganz verschiedene Landschaften und klimatische Bedingungen. Das liegt daran, dass in der Mitte ein Gebirge – die Cordilleren – dem Wind den Weg versperrt und die karibische von der Pazifik-Seite trennt.
Wir waren erst auf der Karibikseite – dort endet grade der Winter = es ist heiß und regnet noch recht viel. Im Gebirge auf ca. 1300m war es angenehm frisch und grün. Nachdem wir den höchsten Kamm überquert hatten und auf der Pazifikseite wieder runter fuhren begann die Sonne sofort derartig vom Himmel zu brennen, dass alles vertrocknet erscheint. Hier geht jetzt der Sommer = Trockenzeit zu Ende. Zwei Jahreszeiten in einer Entfernung von grade mal um die 100 Kilometer! Außerdem gibt es noch Gegenden in denen ein Mikroklima herrscht. Frühling und Herbst existieren nicht.

Costa Rica hat unheimlich viele Naturschutzgebiete mit reicher Pflanzen- und Tierwelt die sich mit (Kultur)Landschaft abwechseln. 40 Prozent des gesamten Landes steht unter Naturschutz: 25 Prozent sind staatliche Nationalparks, der andere Teil private Reservate, die ebenso besucht werden können.
In den Nationalparks und Reservaten gibt es noch einen guten Teil echten, also unberührten Urwald (Primärwald). Im restlichen geschützten Gelände hat der „Sekundärwald“ in den letzten ca. 40-50 Jahren die zuvor von Menschen gerodeten Flächen wieder überwuchert. Diese Bäume sind auch schon sehr hoch, weil durch die Hitze und den vielen Regen alles wächst wie verrückt. Der Sekundärwald ist nur mit Machete zu durchdringen, während der Primärwald recht gut begehbar ist, weil das Blätterdach der viiiel höheren alten Bäume soviel Schatten wirft, dass unten aus Lichtmangel nicht mehr sehr viele Pflanzen nachwachsen können.

Trotz der ganz anderen klimatischen Bedingungen ist die Kulturlandschaft hier im Flachland ähnlich wie zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin-Brandenburg, in den Bergen wie in Süddeutschland, Österreich, der Schweiz oder anderswo, irgendwo… Sobald man aber nur einen einzigen Meter in den Urwald hineintritt ist man in einer völlig anderen Welt!

Die Landschaft ist schön anzusehen, mit Weiden auf denen Kühe stehen, endlosen Bananen-, Ananas-, Palmen-, Yucca- oder Zuckerrohr-Plantagen – ebenso wie mir in Deutschland der Blick über weite Felder gefällt. Dennoch, den krassen Unterschied zwischen von Menschen gestalteter Landschaft und unberührter Natur so deutlich zu erleben schockiert mich richtig!


Ich wusste schon, dass ich in Deutschland in einer 100%ig unnatürlichen Umwelt (im Sinne von gestalteter Landschaft) aufgewachsen bin. Es gibt keine Natur mehr, nur noch Landschaft. In Deutschland existiert kein einziger Urwald im Sinne von Primärwald! Das hatte mich bisher nie sonderlich traurig gestimmt, jetzt aber schon… Ich denke an den Freund der neulich eine Visionsreise unter Einnahme von Bewusstseinserweiternden Pflanzen gemacht hatte. Um jeden Baum, jedes Tier und jeden Menschen dem es schlecht geht hatte er geweint, weil er sich mit allem eins und verbunden fühlte. Mir geht es momentan ähnlich, ich kann bei aller Ästhetik eines Raps- oder Ananasfeldes die „Kultur“Landschaft gerade nicht so uneingeschränkt genießen… Ich hätte auch gerne den deutschen Urwald erlebt.

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