Die Töpferinnen aus Amatenango

All die kleinen und großen schönen Tontiere, Blumentöpfe und diversen anderen farbenfreudigen Töpferstücke die auf Straßen, Märkten und in Geschäften in San Cristóbal verkauft werden, sind von den Frauen aus Amatenango del Valle hergestellt, einem Dorf etwa 40 km entfernt. Besonders berühmt sind die Jaguarfiguren. Etwa Luchs-große Jaguare waren früher hier heimisch und haben eine kultische Bedeutung als Krafttier, sind aber heute so gut wie ausgerottet.

Die Töpferinnen sind an ihrer Tracht: den leuchtend orange-roten Blusen und dem zusammengelegten Tuch, das sie als Sonnenschutz auf dem Kopf tragen, leicht zu erkennen. Sie brennen ihre Arbeiten nicht im Ofen, sondern auf vorkoloniale Art: Um die Stücke herum wird ein Holzfeuer entfacht.

In San Cristóbal wurde den berühmten Töpferinnen ein schönes Denkmal gesetzt. Normalerweise hat die Töpferin immer Männer oder Jugendliche auf ihrem Schoß, was eigentlich ein lustiges Bild ist, das ich mich aber nicht zu fotografieren traute…

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Fiesta de Guadalupe

Heute, am 12. Dezember liege ich mit Grippe im Bett und verpasse einen der bedeutendsten mexikanischen Feiertage: die Fiesta de la Virgen de Guadalupe.

Auf dem Berg Tepeyac der heutzutage im Stadtgebiet von Mexiko City liegt und auf dem seit vorchristlicher Zeit von der indigenen Bevölkerung die Gottheit Tonantzin (Mutter aller Götter) verehrt wurde, erschien laut Überlieferung einem indigenen Mann namens Juan Diego 1531 die Jungfrau Guadalupe. Sie beauftragte ihn zum Bischof zu gehen und Mitteilung von ihrem Erscheinen zu machen. Da ihm kein Glauben geschenkt wurde musste Juan Diego mehrmals zurückkehren und die Marienerscheinung um Unterstützung bitten. Schließlich erschien bei einem erneuten Bischofsbesuch auf seinem Umhang das Abbild einer Jungfrau, welche der Bischof als die in Spanien verehrte Virgen de Guadalupe erkannte und bewies somit Juan Diegos Behauptung.

Die Jungfrau Guadalupe wurde 1754 von amtierenden Papst Benedikt XIV. zur Nationalheiligen Mexikos erklärt. Einer seiner Nachfolger dehnte ihre Heiligkeit auf ganz Lateinamerika aus. Ihr zu Ehren wurde in Mexico City, dort wo die Jungfrau Juan Diego erschien, eine Kathedrale errichtet, die laut Wikipedia mit jährlich ca 20 Millionen Pilgern derzeit der größte Pilgerort der Welt ist!

Wenn auch spät wurde Juan Diego 2002 von Papst Johannes Paul II. ebenfalls heilig gesprochen.

Die dunkelhäutige Virgen de Guadalupe trat vermutlich das Erbe der prehispanischen Gottheit Tonantzin an – so der heutige Stand der Wissenschaft, wobei die katholische Kirche da durchaus anderer Meinung sein könnte, aber das habe ich nicht mehr recherchiert.

Ich zitiere als psychologischen Erklärungsversuch für die enorme Popularität der Virgen de Guadalupe in allen Bevölkerungsschichten den mexikanischen Nobelpreisträger für Literatur Octavio Paz, der in seinem Werk „Das Labyrinth der Einsamkeit“ versucht hat „die mexikanische Seele“ zu ergründen:

Für die Indios ist Guadalupe-Tonantzin die Verwandlung ihrer ehemaligen weiblichen Gottheiten. Für die Kreolen (Nachkommen der spanischen Kolonisatoren) hat die Erscheinung der Jungfrau den Boden Neu-Spaniens zu einer wirklicheren Mutter als den Boden Spaniens gemacht. Für die Mestizen (Menschen mit spanisch-indigenen Wurzeln) schließlich bedeutet die Jungfrau Versöhnung mit ihrem Ursprung und das Ende ihrer Illegitimität.“

Aber zurück zu den Feierlichkeiten. Hier in San Cristóbal steht die der Guadalupe geweihte Kirche auf dem höchsten Berg der Stadt und von dort führt eine Straße direkt ins Zentrum. Nicht erst am heutigen Tag, sondern schon am 30. November begann das Fest. Zuerst wurde die Straße mit den Fiestafähnchen in den Nationalfarben geschmückt, dann kamen die Fress- und Jahrmarktsbuden und Karussels dazu und schließlich langten immer mehr Pilgerabordnungen an. Diese kommen aus teilweise weit entfernten Orten aus allen Richtungen, bekleidet mit weißen T-Shirts, bedruckt mit dem Bildnis der Guadalupe und einem ebensolchen Kopftuch. Sie pilgern im Laufschritt, je nach Entfernung über Tage, nachts mit Fackeln und in Begleitung eines geschmückten Autos hierher. Währenddessen halten sie öfter den Verkehr an und bitten um Spenden für ihre Pilgerreise. In der Woche vor dem 12. Dezember kommen jeden Tag mehr Pilger in die Stadt, meistens sind es junge Leute und Kinder, denn wie gesagt ist es ein sehr sportliches Event. Hier angekommen überstehen sie die kalten Nächte auf der Straße und erwärmen sich mit viel Posh (hochprozentiger Zuckerrohrschnaps). Und wie bei allen Festen wird natürlich ganz kräftig geböllert! Das geht jetzt seit Tagen so. Ich erinnere mich, dass ich bei meinen ersten Aufenthalt in Mexiko zu Anfang Angst hatte das Haus zu verlassen weil ich dachte, draußen würde geschossen!

In der Stadt mischt sich die Fiesta mit Weihnachtsstimmung, denn auch dafür wurde kräftig dekoriert, obwohl Advent hier nicht gefeiert wird. Tagsüber ist es warm und sonnig, aber die Stimmung kippt sofort ist winterliche wenn es dunkelt und kalt wird. Ich habe schon manches Glas Punsch geleert – übrigens trinkt man den mit süßen Brotwürfeln drin. Auf das Brot verzichte ich aber lieber… Weihnachtsstollen ist hier unbekannt, schmeckt aber allen, ich habe schon x Stollen gebacken, die letzte Ladung zusammen mit Luisa für Heiligabend.

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Straßenreinigung in San Cristóbal

San Cristóbal ist eine sehr schöne Stadt und eine im Vergleich zu Berlin sehr saubere, zumindest im historischen Zentrum. Dort kehren die Straßenfegerinnen unermüdlich jeden noch so kleinen Schnipsel in ihre blaue Tonne. Sie sind von der Stadtverwaltung angestellt, ich würde gerne wissen was sie verdienen, hab mich aber noch nicht getraut zu fragen.

Auch in den Zentrumsferner gelegenen Stadtteilen ist es ordentlich, abgesehen vom Zustand der Straßen (Schlaglöcher) und Bürgersteige. Auf denen sollte man achtsam schreiten, damit man nicht nicht plötzlich in einen Gulli fällt, der keinen Deckel mehr hat oder in die nächste Halbmeter tiefer gelegene Autoausfahrt. Wer ein Geschäft betreibt fegt täglich vor dem Haus den Bürgersteig und schüttet dann noch das Wischwasser aus dem Laden hinterher. Das gibt dann diesen spezifischen Geruch nach stark parfümiertem Putzmittel und Chlor.

Anders sieht es schon aus, wo nicht mehr ein Haus am anderen steht, z.B. in unserer Straße. Barbera geht regelmäßig mit ihrem Müllsack die hundert Meter bis zur nächsten Kreuzung und sammelt Verpackungen und leere Colaflaschen ein die achtlos fallengelassen wurden.

Zweimal in der Woche kommt die Müllabfuhr an diese Kreuzung, ein Müllmann klingelt eine Weile mit seiner großen Glocke. Alle Anwohner bringen dann ihre Mülltüten zum Auto. Die Männer sind sehr freundlich, einer guckt immer ob irgendwo was zu Essen bei ist, um es den hungrigen Hunden zu geben die hoffnungsvoll neben dem Müllauto warten.

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Hebamme, Sozialarbeiterin, Psychologin und Künstlerin

Dass Menschen ihr Lebensunterhalt nicht nur durch eine Arbeit bestreiten ist hier sehr verbreitet. Ein Beispiel ist meine Freundin Mary die ich sehr bewundere. Mary ist nicht allein Hebamme, Sozialarbeiterin mit psychotherapeutischen Aufgaben und Lehrerin sondern auch Künstlerin. Mit ihrem handarbeitlichen Geschick und Sinn für Farbkombinationen und Formen designt sie unermüdlich immer neue textile Kunsthandwerke. Sie greift dabei auf die traditionellen Muster ihres tseltalen Herkunftsdorfes zurück. Diese Muster sind nicht nur schön anzusehen, sondern haben alle eine Bedeutung. Beispielsweise gibt es verschiedene Darstellungen von Gebärpositionen:

Mary lässt sich von anderen Arbeiten inspirieren, genau wie die Weberinnen von denen ich schon berichtet habe und entwickelt ihre eigenen Muster – nicht etwa mit Stift und Papier, sondern direkt mit Nadel und Faden. Hauptsächlich stickt und häkelt sie, aber sie näht und strickt auch. In Gemeinschaftsarbeit mit ihrem Sohn José Luis, der das Buchbinden gelernt hat sind Bücher entstanden. Aber nun möchte ich euch einige ihrer gestickten Kunstwerke zeigen:

Marys Arbeitsort, das Hogar Comunitario Yach´il Antzetik, ist ja nicht nur ein Frauen- und Geburtshaus, sondern vor allem eine Organisation die indigenen Frauen ein neues Selbstverständnis und -bewusstsein vermitteln und damit Emanzipationsarbeit leisten möchte. Viele Frauen dieser Region sind in Handarbeiten wie Weben, Sticken, Häkeln und Stricken bewandert. Da liegt es nahe, über diese Themen mit ihnen in Kontakt zu treten. Sie werden auf den Dörfern besucht, oder ins Hogar Comunitario eingeladen, handarbeiten gemeinsam und bekommen bei Bedarf Anleitung – und währenddessen entstehen Gespräche, in denen auch Themen einfließen können, die ansonsten keinen Raum finden. Zur Erklärung muss ich hinzufügen, dass im indigenen dörflichen Alltag kein Müßiggang existiert, bzw. zulässig ist. Ein Treffen unter Frauen „nur“ zu dem Zweck über ihre Befindlichkeit und ihre Selbstverwirklichung zu sprechen wäre schlichtweg undenkbar. Es würde keine Frau hinkommen (dürfen). Frauen treffen sich, um gemeinsam zu arbeiten – und dabei können auch Gespräche über andere Themen entstehen. Die Motivation und Legitimation zu diesen Treffen zu kommen, ist für die Frauen in der Regel nicht, Hilfe für ihre „persönliche Weiterentwicklung“ zu suchen, sondern die Möglichkeit einer neuen Einkunftsquelle: Das Hogar Comunitario nimmt kunsthandwerkliche Arbeiten von den Frauen die regelmäßig an den Treffen teilnehmen in Kommission und verkauft sie zu fairen Preisen. Das ist gar nicht einfach. Die Konkurrenz ist groß. Der Kunsthandwerksmarkt und die Straßenverkäuferinnen in San Cristóbal bieten ein riesiges Angebot von Handarbeiten die oft zu niedrigen Preisen verschleudert werden.

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Jazzfestival im Naturreservat

Auf das vergangene Wochenende hatten wir alle mit Neugier und Vorfreude gewartet. Es gab ein Jazzfestival im Naturreservat „El encuentro“. Das Naturreservat liegt nur etwa 2 Kilometer von meinem Haus entfernt und ich war schon öfter dort spazieren. Es gab ein grandioses Ambiente für ein Musikfest ab, am Rande eines Flüsschens in dem man sogar baden kann und umgeben von bewaldeten Bergen. Ich hatte die Familie aus Zitim und meine Freundin Mary mit ihren Kindern eingeladen mitzukommen und außerdem würden eine Menge der Leute kommen die wir kennen.

Die Feste in den indigenen Comunidades haben einen sehr anderen Charakter als so ein Festival, mal ganz abgesehen von der Andersartigkeit der Musik.

Die ganze alternative Szene von San Cristóbal war versammelt, darunter unglaublich viele Ausländer und Zugezogene aus anderen Teilen Mexikos.

Ja, von den Leuten her fand ich kaum einen Unterschied zu meinem geliebten Rudolstadtfestival in Deutschland! Definitiv jedenfalls waren leider kaum indigene Leute da, aber auch wenige Coletos (die städtischen „Ureinwohner“ von San Cristóbal). Ich hatte mir das schon vorher gedacht, denn die Coletos sind gar zu traditionell eingestellt und vermutlich haben sie auch einen etwas anderen Musikgeschmack…

Erwähnenswert ist noch, dass alle Besucher gebeten worden waren ihre eigenen Becher und Teller mitzubringen, da nix in Einweggeschirr verkauft wurde, tatsächlich hatten alle ihr Becherchen dabei. Luisa war sehr davon beeindruckt das das möglich war. Die Leute in den Comunidades produzieren zwar aufgrund ihrer Lebensweise ungleich weniger Müll aber die meisten werfen alle Abfälle einfach in die Botanik. So findet man im Wald viele leere Cocaflaschen und leere Chipstüten. Und auf normalen mexikanischen Festen und an Straßenständen wird alles Essen und Trinken in Plastikgeschirr verkauft das hier unglaublich billig ist. Ein Pfandsystem habe ich noch nie erlebt.

Da war dieses Festival eine bemerkenswertes rühmliches Vorbild. Es gab auch einen Stand an dem kostenlos Trinkwasser verteilt wurde, geniale Konstruktionen zum Händewaschen und es waren extra neue Trenntoiletten gebaut worden. Geht doch!

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Ferien am Meer

Für ein verlängertes Wochenende fuhren Juana und ich mit Freunden nach Boca de cielo, „Himmelsmund“, einem Ort an der Chiapanekischen Pazifikküste. Die Reise dauert 5 Stunden. Kaum hat man San Cristóbal hinter sich gelassen geht es immer nur abwärts und mit jedem Meter wird es wärmer. Nach 45 Minuten schalteten wir die Klimaanlage ein.

Vom Dorf Boca de cielo wird man mit dem Boot übergesetzt auf eine schmale Halbinsel. Dort gibt es nichts als Sand und Palmen und viele einfache Cabanas, aber man kann auch zelten oder unterm Sternenhimmel in der Hängematte übernachten, was wir taten, herrlich – abgesehen von den Mücken! Da eine enorme Hitze herrscht, verbringt man den ganzen Tag im Wasser. Auf der Strandseite ist es wegen der starken Strömung sehr gefährlich zu baden, aber auf der Land zugewandten Seite kann man jederzeit ungefährdet ins Wasser.

Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, hat der Zivilisationsmüll auch dieses Paradiesische Stückchen Erde erreicht. Auf unserer morgendlichen Strandwanderung bei Sonnenaufgang fanden wir immer jede Menge angeschwemmten und auch hier weggeschmissenen Plastikmüll, unter anderem leere Glyphosatbehälter. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir dies als ich das erste Mal vor 7 Jahren hier war schon aufgefallen wäre. Da hier kein Massentourismus herrscht – tatsächlich waren wir praktisch die einzigen Urlauber weit und breit – macht sich natürlich auch niemand die Mühe täglich den Müll einzusammeln.

Ich frage mich gerade, wie die Nord- und Ostseestrände aussehen würden, wenn sie nicht gesäubert würden? Vermutlich kommt aber dort noch nicht soviel Müll an wie an den Küsten der großen Weltmeere.

Wir alle wissen, dass die Ozeane voller Müll sind, dies mit eigenen Augen zu sehen ist jedoch noch eindrücklicher. Und woher kommt der Großteil dieser Schweinerei? Europa (an dritter Stelle Deutschland!) und USA. Es ist eine Schande, dass unser Verpackungsmüll exportiert wird. Ich hoffe, dass bald kein Land mehr unseren Müll ankauft. Wird sich unser Umweltbewusstsein und Kaufverhalten ändern wenn wir bis zu den Knien in unserem Dreck stehen?…

https://www.dw.com/de/das-passiert-mit-dem-deutschen-m%C3%BCll/a-46458099

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Süße Versuchungen

Das beste Café das ich jemals besucht habe ist die Patisserie „Oh La La“ im Zentrum von San Cristóbal. Mindestens alle zwei Wochen kann ich der süßen Versuchung nicht widerstehen. Mein Lieblingsstück ist das Maracujatörtchen.

Aber hier ist einfach alles lecker. Andererseits ist das Geschmacksache. Die Mehrheit der Gäste sind Touristen: Ausländer oder städtische Mexikaner. Die Leute vom Lande können dem Geschmack (viel Butter, fruchtige oder säuerliche Obsttorten) meist nichts abgewinnen, abgesehen davon, dass die Preise für sie unerschwinglich sind.

Oft kommen die Straßenverkäufer- Kinder ins Café, versuchen an den Tischen ihre Ton- Tierchen und Armbänder zu verkaufen und bitten: „Kauf mir einen Kuchen!“ Ich gebe dann meistens ein Stück von meinem Kuchen ab. Oft mögen sie ihn gar nicht.

Natürlich fühlt es sich nicht angenehm an, wenn man durch begehrliche Kinderaugen mit den ungleichen Verteilungsverhältnissen konfrontiert ist. Vor Jahren hat man in diesem Café allen Straßenverkäufern (in der Regel sind das indigene Leute in ihrer Tracht) den Eintritt verwehrt. Als eine guatemaltekische Anwältin in ihrer traditionellen Tracht das Café betrat wurde sie postwendend gebeten zu verschwinden. Sie erstattete Anzeige, was dazu führte, dass dieses Café mit Rassismusvorwurf groß in die Schlagzeilen kam. Viele Leute die sich zur alternativen Szene zählen boykottierten daraufhin empört für eine Weile die leckeren Kuchen. Die Straßenverkäufer wirft in diesem Café bis heute keiner mehr hinaus.

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