Mecklenburgische Seenplatte – Badespaß in der Mittagspause

Meine Freundin Susanne ist seit einigen Monaten dem Eisbaden verfallen. Obwohl sie ihre Begeisterung überzeugend kundtat und ich aufgrund meiner neuen Wohnlage die optimalen Bedingungen habe, wollte der Funke geraume Zeit nicht überspringen. Schließlich konnte sie mich doch animieren. Seitdem bade ich auch – aber nur bei gutem Wetter!

Auf meinen Hausbesuchstouren lege ich die Mittagspause täglich an einem anderen See ein, erkunde die menschenleeren Strände und nehme ein Bad. Was für ein Luxus! Am Wochenende fuhren wir an die Ostsee. Auch hier hatten wir den Strand für uns. Das Wasser war auch nicht kälter als in den Seen.

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Von Mexiko bis Mecklenburg – Wir alle erleben eine schwierige Zeit

Täglich wandern meine Gedanken in mein Dörfchen Zitim im Hochland von Chiapas, dem südlichsten Bundesstaat Mexikos. Weil es den Freunden auf dem ein oder anderen Bergrücken gelingt, sich mit dem Internet zu verbinden, können wir uns aller paar Tage Nachrichten und Fotos senden.

Ich freue mich sehr, dass ich kürzlich eine Spende für die kleine Klinik weiterleiten konnte, die meine Freunde betreiben. Um Euch einen Einblick in die Arbeitsbedingungen und den Corona-Alltag in indigenen Dörfern zu ermöglichen, hier ein paar Auszüge aus dem Dank-Brief an die Spender, den ich gerade übersetzt habe. Ab und zu habe ich eine Anmerkung eingefügt.

"Wir alle erleben eine schwierige Zeit. Die Pandemie schränkt uns in allen Bereichen ein. Auch hier bei uns beeinflusst sie die ganz normalen Aktivitäten und das Studium. Weil wir alle Kontakt-Einschränkungen haben, gibt es kaum Möglichkeiten, Aktivitäten durchzuführen. 
Wir, d.h. unser Kollektiv, haben unter den geeigneten Maßnahmen gearbeitet, um unserer Gemeinde zu dienen. In diesen Krisenzeiten sind auch die Menschen in den (indigenen) Gemeinden an Covid 19 erkrankt. 
Die von uns in Zusammenarbeit mit auswärtigen Voluntären ausgebildeten Gesundheitsförderer leisten jetzt zusammen mit uns Sensibilisierungsarbeit zur Vermeidung der Ausbreitung der Krankheit in den Dörfern. Es ist sehr schwer die Lage dort zu kontrollieren. Weil die meisten Menschen an die Pandemie nicht glauben ergreifen sie keine vorbeugenden Maßnahmen wenn sie sich an öffentlichen Orten treffen.“
(Anm. Viele Menschen haben aufgrund ihres tief verwurzelten Misstrauens in die mexikanische Regierung per se die Einstellung, dass alles was an Gesetzen oder Informationen „von oben“ kommt Lüge ist und dazu bestimmt, den indigenen Leuten zu schaden. Da in diesem ländlichen Bereich kaum jemand Zugang zu Informationsquellen hat, erfahren die meisten Menschen nur gerüchteweise, was außerhalb ihrer sehr begrenzten Welt passiert. Es gibt viele, die zeitlebens nicht weiter als 10 Kilometer über ihr Dorf hinaus kommen. Diejenigen, die daran glauben oder erlebt haben, dass jemand an Covid19 erkrankte, beruhigen sich meist damit, dass, wer „richtig und wahrhaftig“ an Gott glaubt, nicht krank werden kann, sondern die Krankheit sozusagen eine Strafe Gottes ist.) 
„Dies hat dazu geführt, dass sich die Pandemie auch in den Gemeinden ausbreitet. Deshalb führen wir als Förderer der Gesundheit Gespräche in den Dörfern, indem wir die Treffen in Kirchen oder Gemeindeversammlungen nutzen.
In der Klinik Zitim, die unser Hauptstandort für alle Gesundheitsförderer ist, haben wir für uns Fortbildungen organisiert, um selbst zu lernen und zu verstehen, wie sich dieses Virus auswirkt und wie es übertragen wird.“ 
(Anm. Es gibt in San Cristóbal de las Casas, der nächstgelegenen Stadt, eine Organisation und einen Arzt, welche das Kollektiv der Klinik in Zitim schon seit Jahren mit kostenfreien Fortbildungen in Ihrer Arbeit unterstützt.) „Wir haben dann Materialien gekauft, um eine Ansteckung zu vermeiden. Jeder Patient, den wir behandeln, muss immer die entsprechenden Maßnahmen und die gesunde Distanz einhalten.
Wir hatten mehrere Patienten mit Covid19 und die meisten, die sich in Quarantäne befanden, konnten wir retten. Dank unserer Heilpflanzen haben wir positive Effekte erzielt, die uns helfen, die Krankheit zu verhindern und zu kontrollieren. 
Diejenigen, die jetzt am stärksten exponiert sind, sind unsere Hebammen. Sie stehen weiterhin den Frauen bei Hausgeburten bei.“ (Anm. Hebamme Luisa wird in ihrer Arbeit unterstützt von ihrer Schwester Gloria, von ihrer jugendlichen Nichte Marcela und von ihrer 12 jährigen Tochter Juana. Sie alle lernen von Luisa das Hebammenhandwerk und nehmen an den Fortbildungen für die Gesundheitsförderer teil.) 
„Danke an das Leben und die Natur: uns allen geht es gut - oder zumindest sind die meisten Hebammen und Gesundheitsförderer asymptomatisch.“ 
(Anm. Es sind in den indigenen Dörfern keine Tests verfügbar. Josue hatte schon im letzten Juni vermutlich eine Covid19 Erkrankung, von der er sich über mehrere Wochen nur langsam erholte. Auch Andrés, sein Bruder und Leo, der 16jährige Sohn, waren wahrscheinlich an Covid19 erkrankt, jedoch nur kurz und mit leichten Symptomen. Was bei Andrés bis heute zurückgeblieben ist, ist eine Beeinträchtigung des Geruchssinnes.)

"Dies ist die Situation bei uns. Ihre Spende gibt uns die Gelegenheit, Materialien und Medikamente zu beschaffen, um unsere Patienten weiter zu versorgen. Sie hilft, für den Kauf von Medikamenten in die Stadt zu fahren und Hausbesuche bei den Patienten zu machen.
Nichts liegt uns mehr an unseren Herzen, als Danke zu sagen für die Unterstützung, die Sie uns gegeben haben. Es ist für uns ein Anreiz, unsere Arbeit fortzusetzen! Wir danken für Ihr Vertrauen und wünschen jedem von Ihnen mit Ihren Familien und Ihren Lieben von ganzem Herzen Liebe, Gesundheit und Glück. Mögen Sie trotz der Umstände unter denen wir die Pandemie durchmachen nach vorn blicken.   
Mit herzlichen Grüßen, 
Ihr Kollektiv "Camino de viento"

Diesen hoffnungsvollen Wünschen schließe ich mich an. Es gibt viel zu meckern und berechtigte Kritik, wir alle haben Grund dazu, aber was gibt jedem von uns Zuversicht? Wer sich da ausschließlich an den Angeboten und Regelungen orientiert die uns von außen vorgegeben werden, hat es jetzt sicher schwer im Hin-und-Her der Maßnahmen. Es wäre schon hilfreich, einen persönlichen Kraftquell in sich zu tragen. Mein eigener speist sich zum großen Teil aus den unauslöschlichen Erfahrungen des Zusammenlebens mit meinen mexikanischen Freunden indigener Herkunft. Sie haben mich in ihre Familie aufgenommen und mir tagtäglich vorgelebt, wie man sich angesichts hoffnungsloser Zukunftsaussichten im Vertrauen übt. Immer wieder öffnen sich überraschend Wege – für den, der weiter geht, geht es immer weiter…

Ich selbst habe es augenblicklich gut getroffen mit meinem Beruf, in dem ich immer und überall arbeiten kann und muss. Es ist nicht nur ein ein großes Glück, sondern auch ein Privileg, dass ich schon 2 Monate nach meinem Umzug genug Arbeit als Hebamme habe. Das erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit, umso mehr in diesen Zeiten, in denen viele Menschen frustriert sind, weil sie nicht nur im Alltag, sondern auch in ihren Arbeitsmöglichkeiten beschnitten sind und um ihre Existenz bangen.

In vielen Regionen der Welt ist das Beschnitten-Sein und die Existenznot – ganz unabhängig von Coronaviren – ein Normalzustand. Den Luxus, auf Gesetze und drohende Krankheit Rücksicht zu nehmen, können sich die Menschen dort gar nicht leisten… Wir hier fühlen uns jetzt in unserer Freiheit eingeschränkt, weil wir nun aus der Komfortzone fallen. Die Frage, ob das Virus oder politische Fehlentscheidungen dafür verantwortlich sind mal dahingestellt. Aber war unsere Freiheit nicht eh die Illusion einer gepamperten Gesellschaft? Und ging sie nicht auf Kosten der „Dritten Welt“? Und was ist mit der Ausbeutung der Ressourcen?

(P.S. ich wurde kürzlich darauf aufmerksam gemacht, dass der Ausdruck „gepampert“ nicht im gesamten deutschsprachigen Raum gebräuchlich ist. Es kommt von „Pampers“ – Windeln umlegen, bedeutet für mich in o.g. Zusammenhang also, jemandem wie einem Baby allen „Scheiß“ abzunehmen, ihn zu verhätscheln.)

Vor einigen Monaten habe ich einen Song aus den 70gern entdeckt, der sehr gut zur aktuellen Lage passt:

Brief eines Löwen an einen anderen“, geschrieben von einem Argentinier, Chico Novarro. Hier eine Interpretation aus den Jahr 1984 von Juan Carlos Baglietto, ebenfalls Argentinier, der das Lied später bekannt gemacht hat:

Meine freie Übersetzung:

Vergib, mein Bruder,
ich wollte dir nie schreiben.
ich weiß nicht, ob es das Eingesperrt-Sein ist, ich weiß nicht, ob das Essen
oder die viele Zeit die ich schon so lebe.

Die Wahrheit ist, der Zoo deprimiert
und der Frust wird ohne Zärtlichkeit nicht gedämpft.
Wenn nicht wenigstens die Freude der Kinder wäre,
es wäre noch bitterer.

Ich hoffe, dir geht’s besser,
der du die ganze Welt bereist.
Obwohl der Dompteur, nach dem was du mir sagst,
dich zwingt, zu arbeiten bis zur Erschöpfung...

Du musst verstehen, Bruder: 
wer die Seele eines Schurken hat
und nicht nach Lust und Laune bestimmen kann,
benutzt seine Macht um die wilden Tiere fertig zu machen

Wie viele Leute nehmen sich wichtig,
Sesselfurzer, mit der Peitsche in der Hand! 
Aber, zurück zu mir: nichts hat sich geändert 
seit unserer Trennung.

Trotzdem; ich merke den Leuten an
sie scheinen anders auszusehen.

Ihre Augen haben den Glanz verloren,
als ob sie die Gefangenen wären.
Ich weiß was ich dir sage, wette, was du willst:
die da draußen haben Tausende von Problemen 

Sie fingen uns im Dschungel, Bruder
und schau dir ihre fromm gefalteten Hände an.
Die Luft ist abgestanden von Rauch und Tod
und wer kann voraussehen wo sie ihr Glück noch finden.

Zur Natur zurückzukehren
wäre ihr größter Reichtum!
Dann konnten sie sich frei lieben
und es gäbe keinen Menschen-Zoo 

Pass auf dich auf, Bruder …
Ich weiß nicht wann -
aber dieser Tag wird kommen

Schön, dass das Lied mit Zuversicht endet. In diesem Sinne: Bleibt gesund und behaltet oder sucht Eure Zuversicht. Ich glaube und hoffe nicht, dass wir „nach Corona“ in unser gewohntes Leben zurückkehren.

Mit Einsicht und Vernunft klappt es scheinbar nie, dem Weltgeschehen eine positive Wendung zu geben, das zeigt die gesamte Menschheitsgeschichte. Ich bin zuversichtlich, dass wir nun was ändern müssen und allein das ist zumindest schon mal hoffnungsvoll!

P.S. Wer neu mit liest und Lust hat, ein paar mehr Hintergründe über die Klinik in Zitim zu erfahren folge einfach diesen Links:https://hebammechiapas.wordpress.com/2015/11/https://hebammechiapas.wordpress.com/2016/03/11/hausgeburten-in-den-bergen/https://hebammechiapas.wordpress.com/2017/12/05/mutter-von-9-kindern/https://hebammechiapas.wordpress.com/2020/05/08/mexiko-zitim-chiapas-ein-traum-ist-wahr-geworden-einweihungsfeier-der-neuen-klinik/

Und hier noch der Link zu meiner kleinen filmischen Dokumentation über die Klinik in Zitim: https://www.youtube.com/watch?v=LlCi3kuhiho

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Mecklenburger Kleine Eiszeit

Die eisige Wetterlage, die die Seenlandschaft Mitte Februar zum Winter- und Eislaufparadies verwandelte, hat mich begeistert. So lange hatte ich keinen „richtigen“ Winter mehr erlebt!

Wir machten Winterspaziergänge und fuhren zum Malchiner See, der extrem flach ist, denn ich wollte Schlittschuh fahren. Schrecklicher Weise wurde nichts daraus, weil sich die Sohle von den Schlittschuhen getrennt hatte – ich hätte fast geheult… So blieb dann nur übers Eis zu spazieren. Der See ist riesig und die weite weiße Ebene erinnerte mich an die Salzwüste im Norden von Argentinien, die ich vor 2 Jahren besucht hatte. https://hebammechiapas.wordpress.com/2018/06/02/argentinien-jujuy-salinas-grandes/

Und man mag es nicht glauben, es war sogar genauso Menschenleer!

in Malchow konnte ich vom Fenster aus die Kinder beim Eishockey spielen beobachten und mein Haus von der Seeseite aus betrachten.

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Mecklenburg – Reif für die Inselstadt Malchow

Mein Jahre währender Traum, den Absprung aus Berlin zu wagen, ist nun Realität geworden. Seit Anfang Januar wohne ich auf einer Insel!

Mein neues Zuhause ist Malchow, gelegen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Wenn es in der laut Wikipedia 6569 Einwohner zählenden Kleinstadt auch erheblich ruhiger zugeht als im abgelegenen mexikanischen Dörfchen Zitim, so ist es doch nicht weniger aufregend für mich, weil alles neu ist!

Schon vor meinen Umzug hierher war ich in die facebook-Gruppe der Anwohner eingetreten, auf der sehr aktiv gepostet wird. Mit dem spontanen Kennenlernen der Einheimischen ist es weniger einfach, weil ich kaum Menschen auf den Straßen und in der umliegenden Natur treffe. Malchower, wo seid Ihr??? Seitdem ich hier bin sehe ich praktisch nur im Supermarkt und auf meinen Hausbesuchen Leute. Mir wurde prophezeit, dass man im Sommer vor Touristenscharen auf dem Bürgersteig kaum vorankommt und sich vor unserem Haus eine nie endende Autoschlange in Richtung der Touristenattraktion Drehbrücke wälzt.

Ich freu´ mich dennoch schon auf den Frühling und Sommer, dann werde ich in See stechen, baden, radeln… direkt von zu Hause aus!

Mit meiner Studienfreundin R., ab und zu begleitet von Máximo, habe ich schon diverse Wanderungen durch Feld, Wald und um Seen gemacht. R. wohnt 15km entfernt und ist daher sozusagen unsere Nachbarin. Sie hat einen Schrittzähler auf ihrem Handy installiert und die ehrgeizige Mission, täglich mindestens 10 000 Schritte zu marschieren. Da R. eine Vorliebe für abenteuerliche „Abkürzungen“ jenseits der Wege hegt, sind es meistens mehr als die vorgegebenen 7 Kilometer, aber das soll uns ja nur recht sein 😉

Ich war sofort begeistert, das Tolle ist ja, dass man hier praktisch niemals denselben Weg laufen muss, sondern, egal in welche Himmelsrichtung immer neue kleine Wanderungen machen kann. Zu sehen sind dann Gänse, Reiher, Kraniche, Enten, Möwen, Spechte, Rotkehlchen… und jede Menge Horizont.

Die Schwangeren besuche ich jetzt nicht nur in Malchow sondern auch in Waren, Plau am See, Röbel und in den kleinen Dörfern rundum, das ist natürlich voll anders als in Berlin zack zack durch die Straßen von einer zur anderen zu radeln… Leider brauche ich hier eben meist das Auto, weil die Entfernungen zu groß sind… Dafür pausiere ich täglich an einem der vielen Seen, an Feldern mit Kranichherden oder im Wald, um spazieren zu gehen.

Tja, nun hänge ich noch paar Fotos ran und verabschiede mich erst mal für heute! Und klickt gerne mal auf auf meine Hebammen-Website

http://www.hebamme-christiane-ulrich.de

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Berliner Umland und Mecklenburg – ein Paradies für Wasserratten

Der Sommer in Berlin bestand für mich dies Jahr vor allem aus vielen kleinen Fluchten mit dem Paddelboot. Seit ich im April ein aufblasbares Kanu gekauft hatte bin ich bei jeder Gelegenheit auf dem Wasser, allein oder in Begleitung.

Das Kanu war nicht besonders wendig, aber zufriedenstellend zu steuern. Leider hielt die linke Kammer die Luft nicht. Ich tauschte das Boot gegen ein anderes derselben Marke. Auch dieses Kanu verlor nach einiger Zeit etwas Luft, so dass man zwischendurch mal halten und ein paar Stöße nachpumpen musste, egal… Die Paddel waren allenfalls für ein Spielzeugboot zu gebrauchen, ich kaufte neue, da ging es flott voran! Es gab zwar noch ein paar andere Mängel, aber meinem Enthusiasmus tat das keinen Abbruch.

Die größte Schwachstelle dieses Kanus habe ich erst später bemerkt. Der Boden ist gummiert und sehr robust, aber oben besteht das Kanu aus textilem Material. Schon bei leichten Wellen oder einer zweiten Person an Bord ist kaum zu vermeiden, dass Wasser an die textile Kante schlägt und nach und nach ins Boot dringt. In den ersten Wochen war es wenig Wasser, aber nach diversen Touren schien der Stoff durchlässiger geworden zu sein, so dass ich nun nach spätestens 2 Stunden sozusagen in einer bleischweren Badewanne literweise Wasser durch die Gegend paddelte! Damit nicht genug; man brachte das Kanu auch bei bestem Wetter nie trocken nach Hause. Es musste mindestens 2 Tage (nochmals aufgeblasen!) trocknen, lag also immer im Zimmer herum.

Das ist kein Zustand, beschloss Máximo, rief beim Verkäufer an und forderte Rücknahme. Ich selbst hätte vermutlich mit meinem Kanu im Zimmer weitergelebt, gepumpt und geschöpft…

Von Máximo forciert habe ich mich entschlossen, ein anderes Modell zu kaufen. Aber – Oh Schreck! Die online Befragung ergab, dass in Berlin mittlerweile fast sämtliche Paddelboote ausverkauft sind! Lediglich 3 Läden hatten noch jeweils ein Boot auf Lager. Máximo ging für mich mit dem Sackkarren auf Kanu- Jagd. Im ersten Laden war ihm jemand zuvorgekommen, aber im zweiten erblickte er die begehrte Beute und schnappte sie sofort den Wassersport begeisterten Konkurrenten vor der Nase weg! Juhuuuu!!!

Bei 34 Grad im Schatten ging es auf Jungfernfahrt!!! Wir schleppten uns per S-Bahn in der Mittagshitze nach Zeuthen, denn früh hatte ich noch meine Hausbesuche zu erledigen. Ich fühlte mich wie eine Königin auf ihrem Thron in meinem neuen Paddelboot, das einen bequemen aufblasbaren Sitz hat und auch sonst diverse Vorteile aufweist. Sozusagen ein Umstieg vom VW Käfer aufs Wohnmobil ;-).

Mittlerweile habe ich schon diverse Touren mit dem neuen Paddelboot hinter mir und bin sehr begeistert. Kultiger war natürlich das alte Boot. Seufz…

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